Neujahrskonzert 2020: Junge Talente stellen sich vor

Das diesjährige Neujahrskonzert vereinte Bekanntes, Vertrautes und sehr Ungewöhnliches und versöhnte sicherlich alle diejenigen Besucherinnen und Besucher, die sich mit der modernen Musik des Neujahrskonzerts 2019 doch etwas schwer getan haben.

Das Institut „folkwang junior“ ist ein seit Mai 2019 eingerichteter neuer Studiengang für die Förderung besonders junger musikalischer Nachwuchstalente schon während der Schulzeit. Es präsentierte 7 junge Menschen zwischen 10 und 17 Jahren, die dem Publikum Perlen klassischer Musik zu Gehör brachten. Vertraut waren die Klänge, sehr ungewöhnlich aber waren die Präzision und die Souveränität, mit denen die z.T. sehr jungen Musikerinnen und Musiker spielten. Mit 10 Jahren der jüngste der Runde war Vincent Heeren, der F. Chopins Walzer op.18 – Es-Dur mit einer Virtuosität spielte, die mit Blick auf sein Alter schier unbegreiflich erschien. Aber auch alle anderen, ob es das zarte, vollendete Harfenspiel von Alina Herrmann (13 J.) war mit der Sonate c-moll von J. L. Dussek als allererste Darbietung, ob die temperamentvollen und virtuos vorgetragenen Violin-Beiträge von Anatholy Moseler (12 J.) mit der Sonate op. 12/1 in D-Dur von L. van Beethoven und F. Kreislers  Variationen über ein Thema von Corelli durch Josef Schatz (12 J.), die das Publikum zu Beifalls-Stürmen hinrissen, ob es der Gitarren-Vortrag des 16-jährigen Gitarristen und Komponisten Jan Christopher Heßling war, der mit eigenen barockgeprägten Stücken beeindruckte oder zum Ende hin die beiden Violinistinnen Celina Nenninger (16 J.) mit der Brahms-Sonate Nr. 3, op. 108 d-moll und Eva Otto (17 J.) mit der Grande Polonaise A-Dur von H. Wieniawski – beides vorgetragen mit einer verblüffenden Eleganz und Souveränität.

So wurde diese musikalische Matinee nach einer Idee von Folkwang-Professor Till Engel ein Erlebnis der besonderen Art, bekräftigte wieder einmal die enge Verbundenheit der Folkwang Universität der Künste mit dem Förderverein Evangelische Kirche Werden und  wurde im Anschluss ergänzt durch die traditionellen kulinarischen Köstlichkeiten der Familie Hüls, bei denen sich die Gäste bis in den Nachmittag hinein angeregt über das Erlebte und Gehörte austauschten.